Donnerstag, 24. Juli 2014

[Rezension] Cleo - Wie ich das Lachen wieder lernte

Heyhey ihr Lieben,

heute habe ich mal eine Rezension für euch zu einem Buch, dass mich emotional sehr mitgenommen hat, und das ich auch unterbrechen musste, als mein privates Leben das Buch nicht mehr halten konnte. 
Stop! 
Nicht abschrecken lassen, die privaten Umstände waren echt ziemlich heftig und nicht normal. Unter normalen Bedingungen kann man das Buch wunderbar lesen - bzw. voller Emotionen ;-)!







Titel: Cleo - Wie ich das Lachen wieder lernte
Autor: Helen Brown
Verlag: Deuticke
Erscheinungsdatum: 26.Juli 2010
Preis: 17,90€ (Hardcover)
            8,99€ (eBook)


Reihe: nein







Klappentext: 

Als Sam kurz nach seinem neunten Geburtstag überfahren wird und stirbt, bleiben seine Eltern und sein kleiner Bruder Rob verzweifelt zurück. Einige Wochen später wird ein eher hässliches weibliches Katzenjunges bei der Familie, die auf einem unwegsamen Hang am Rande von Wellington, Neuseeland, lebt, abgeliefert. Sam hatte sich das Kätzchen noch vor dem Unfall als Geschenk ausgesucht. Die in Australien lebende Autorin und Journalistin Helen Brown erzählt in dieser literarischen Autobiographie die berührende Geschichte ihrer Familie, die sich mit Hilfe der Katze Cleo nach dem tragischen Unglück zurück ins Leben kämpft.
Quelle: Deuticke


Meine Meinung:

Das kann keine klassische Rezension werden. Sie wird kürzer und ich werde auch nicht sonderlich auf die Charaktere eingehen, da es sich um eine Autobiographie handelt. =)

Die Autorin/Mutter von Sam hat auf jeden Fall einen wundervollen Schreibstil, daran lässt sich absolut nichts rütteln. Allein die Geschichte hat mich zu Tränen gerührt, aber dadurch WIE es erzählt wurde, musste ich nicht nur einmal weinen.
Ich tue mir gerade echt schwer…

Also: „Cleo“ gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Allerdings nicht im klassischen Sinne, denn die Geschichte ist echt und einfach nur unglaublich traurig. Die Gefühle einer Mutter, eines Bruders und ein Schicksalsschlag jagt den nächsten. Während ich das Buch gelesen habe,  habe ich ein Wechselbad der Gefühle mitgemacht und ich fühlte mich einfach nur traurig. Naja, und dann war da Cleo. Eine Katze, die diese kaputte und traurige Familie auffängt. Eine Katze, die das Familienleben bereichert und einfach für ihre Menschen da ist. Jeder, der Katzen mag wird Cleo lieben. Man hat über Situationen gelacht, weil man das kleine schwarze Kätzchen genau vor Augen hatte (z.B. als sie einen Gummibaum attackiert hat oder Socken verschleppte). Als Herrin des Hauses beschrieben, als Haustier einfach geliebt. Sie ist eine besondere Katze, obwohl sie eigentlich ziemlich normal ist. Das macht die Geschichte so extrem besonders. Jedem wird es leicht fallen sich diese Katze vorzustellen. =)

Ich habe gelacht, geweint, war verärgert, verträumt. Es ist ein Buch über eine Familie – ganz real und doch so surreal. Helen Brown ist mir nicht nur eine sympathische Autorin, sondern auch eine sympathische Mutter und Frau.
Wenn man zuerst denkt: „Wie kann sie nun andere Kinder dafür hassen, dass sie leben und ihr Sohn nicht?“, wird daraus sehr schnell Verständnis. Wie würde man sich selbst dabei wohl fühlen? Möchte man sich in diese Gefühlslage rein versetzen? Also ich wollte es nicht, aber ich musste. Sie hat es geschrieben und ich habe sie verstanden, ohne selbst in einer so schrecklichen Situation zu stecken.
Ja, dieses Buch kann Albträume bereiten und ich musste es unterbrechen, als es in meinem Leben auch ziemlich schwierig wurde. Aber dieses Buch weckt auch die Lebensgeister. Gerade bei solchen Geschichten denkt man sich nur, wie kostbar das Leben ist. Und wir begleiten Familie Brown bei diesem Weg das zu erkennen. Sam wird nie vergessen, er ist immer da und trotzdem… geht jeder seinen eigenen Weg und lebt weiter.

Warum nun also die Katze? Cleo spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte, auch wenn man gerade am Ende merkt, dass sie „nur“ ein Tier ist, ist sie definitiv mehr als nur ein Haustier für die Familie. Sie ist die beste Therapie. Ein wunderschöner Moment war zum Beispiel, als Mutter und Bruder nach dem Tod das erste Mal einfach wieder lachen konnten. Aus vollstem Herzen und ohne schlechtes Gewissen. Wer hat das geschafft? Die kleine schwarze Katze, die einen Gummibaum als ihren größten Feind sieht und die sich selbst gerade in größter Lebensgefahr sieht. Wie können diese doofe Menschen es wagen da zu lachen?!

Vielleicht kann ich meine Gefühle hier gerade nicht so rüberbringen und vielleicht klingt es stumpf. Tatsächlich sitze ich gerade wieder mit Tränen in den Augen hier und erinnere mich voller Schmerz an diese Geschichte. Und dann wiederum fange ich an zu Grinsen, weil das Leben doch so schön sein kann und immer wieder Momente bereithält, die man einfach schätzen muss.

Hmpf, jetzt ist die Rezension doch so lang und ich befürchte, dass sie fast gar nicht aussagekräftig ist. Aber okay, das Buch verdient ehrliche Worte und kein Urteil im eigentlichen Sinne. Und selbst wenn ich ein Urteil fällen müsste, dann wäre es nicht negativ. Ein schönes Buch, eine tapfere Familie, eine bezaubernde Katze die einfach nur Katze sein muss um dieser Familie zu helfen.
Ich liebe dieses Buch, aber ich möchte es nicht noch einmal lesen. Gefühlschaos pur. Ich habe mir allerdings Seiten markiert, z.B. eine ganze Seite darüber, was eine Mutter alles ist und fühlt. Diese Seite lese ich sehr oft und ich werde sie auch immer wieder lesen in Zukunft. Das einzige Post-It, das dauerhaft in einem Buch stecken bleibt. Ein rosaner Post-It mit einem Herzchen in einem Buch von einer Katze, die lange gelebt hat und ihr ganzes Leben einer Familie geschenkt hat, die es dankbar angenommen hat und behutsam damit umgegangen ist.

„Wir werden uns erst dann für wirklich kultiviert halten dürfen, wenn wir dem Ausdruck des Vertrauens und der Hoffnung in den Augen einer kleinen Katze gerecht werden.“ (S.347)


Fazit:

Ein Buch das gelesen und verstanden werden will. Man fühlt sämtliche Gefühle, lacht und weint. Man versucht zu verstehen und versteht. Man möchte urteilen, kann es aber nicht. Während des Lesens befindet man sich im Krieg mit seinen eigenen Gedanken und schließlich findet man Frieden. Man kann es nicht für sich behalten, will es in die Welt hinausschreien und findet keine Worte. Und um dieses Chaos läuft eine schwarze Katze, guckt dich an, miaut, kommt auf dich zu, legt sich auf deinen Schoss und schnurrt. Die Welt ist in Ordnung  und dir wird einfach warm ums Herz.





Kommentare:

  1. Anonym24/7/14

    wow. sehr ausführliche und gute rezension für das buch, hab es selber zwar noch nicht gelesen aber denke wirklich nach mir es zu bestellen..
    wenn du lust hast schau mal bei mir vorbei, vllt kannst du mir auch ein paar tipps geben, bin noch ganz am anfang mit meinem blog aber bin sehr engagiert.
    http://tzpublog.blogspot.de/

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    1. Vielen lieben Dank! Ich kann es dir nur empfehlen - lies es! Ganz dringend! ;-)

      Ich kann auf jeden Fall gerne mal vorbeischauen, Tipps kann ich vermutlich aber eher keine geben, ich bin auch nicht sehr bewandert was die ganzen Möglichkeiten angeht und blogge ja nur als Hobby! =) Wenn du konkrete Fragen hast, beantworte ich sie gerne so gut ich kann.

      Ganz liebe Grüße auf jeden Fall und danke für deinen Besuch!

      Bianca

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  2. Ich wieder... :)
    Dies ist also besagtes Buch, was so unglaublich schön sein soll ja. :D
    Du hattest es mir ja schon einmal erzählt, aber als ich mir den Klappentext durchgelesen habe... naja ich war mir nicht sicher mit dem Buch. :) Sind wir ehrlich es klingt schon etwas herunterziehend.
    Aber deine Rezension gefällt mir, es bleibt also weiterhin auf der Liste für Beobachtungen und wandert evt auch ein kleines Stückchen höher. :)

    Drück dich! ♥

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    1. Du wieder! =D

      Ja, absolut! =)
      Du musst, musst, musst es lesen! Es reißt einen mit! Einfach so :-O!

      Es muss definitiv höher, wie kann ich dich endgültig überzeugen?! =D

      *knuff*

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  3. "Die Geschichte von Jack, der versucht, sich kurz zufassen...."

    ACH das Buch kenne ich doch. ^^ Dazu hattest du mir vor langer Zeit auch mal was von erzählt gehabt. Und deine Befürchtung, dass die Rezension stumpf klingt und auch nicht gut genug... -----_> Ganz schnell wegschaffen! Ich LIEBE deine Rezensionen, weil die immer perfekt deine Gefühle wiederspiegeln. So auch hier. Du hast uns das Buch perfekt näher gebracht, ohne einen zu verschrecken. Ganz im Gegenteil!
    Ich halte mich z.Z. fern von solchen emotional überladenden Büchern...ich denke auch, dass man in einer gewissen Stimmung sein muss, um sich damit auseinandersetzen zu können. Dennoch freut es mich, dass du es trotz privater Dinge geschafft hast und uns auch diese wundervolle Rezension präsentiertest. Weiter so. <3
    Mit Herz und Gefühl. :)

    "...und dabei wieder einmal kläglich gescheitert ist!"

    Es grüßt
    ~ Jack :D

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    1. Ach, die!

      Ach, DAS Buch :-P. =D

      Danke, danke, aber ich habe mir bei der Rezi echt schwer getan. Ich habe angefangen zu weinen und zu lachen, ich wurde voll hysterisch O.O! Und ich hatte deshalb die Angst, dass das ganze hier zu falsch rüber kommt, weil ich das Buch wirklich mag.. ach naja ^^.
      Ganz dickes Dankeschön! =D

      Ja, besser so. Zu viel ist davon auch nicht gut. Das war bei mir ja auch eher eine Ausnahme, ich kann solche Bücher auch nicht zu viel lesen, sie nehmen einen ja doch ziemlich mit! Aber behalt es dir im Hinterkopf, wenn mal alles wieder ein bisschen ruhiger ist und die Kraft für ein solches Buch wieder zurückgekehrt ist! =)

      Danke ♥

      Und es ist absolut nicht schlimm, ich freue mich immer über deine Kommentare, die dürfen auch immer gerne länger sein! =D

      Ganz liebe Grüße zurück!

      Bianca =)

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